Bereits eine Handvoll Nüsse täglich trägt zur Deckung des Bedarfs an verschiedenen Nährstoffen bei, unter anderem liefern sie lebenswichtige Aminosäuren, Vitamine, sowie Mineral- und Ballaststoffe.
Fette und ihre Bestandteile, die Fettsäuren, gehören als wichtige Energiespeicher zu den menschlichen Grundnährstoffen. Einige mehrfach ungesättigte Fettsäuren, insbesondere die sogenannten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren wie Linol- und Linolensäure, kann der Körper nicht selbst aufbauen. Hier sind viele Nüsse, allen voran Walnüsse, wichtige Lieferanten. Generell unterscheiden wir zwei verschiedene Fettarten:
Die ungesättigten Fettsäuren werden auch als „gute Fette“ bezeichnet, weil sie die Gefahr von Herz- oder Gefäßerkrankungen reduzieren. Sie sorgen für eine Absenkung des LDL-Cholesterinspiegels („schlechtes Cholesterin“) in unserem Körper. Ungesättigte Fette sind hauptsächlich in pflanzlichen Produkten wie etwa pflanzlichen Ölen enthalten (beispielsweise Sonnenblumenöl oder Olivenöl), in fettem Fisch (etwa Lachs) sowie in Erdnüssen und Nüssen.
Gesättigte Fette werden auch als „schlechte Fette“ bezeichnet. Sie bewirken eine Erhöhung des LDL-Cholesterinspiegels und steigern dadurch die Gefahr von Herz- und Gefäßerkrankungen. Außerdem sind gesättigte Fette schlechter verdaulich als ungesättigte Fette.
Der Fettanteil bei Nüssen insgesamt variiert von Sorte zu Sorte, Erdnüsse beispielsweise liegen bei 48% und haben damit etwa 560 Kalorien pro 100 Gramm. Den höchsten Fettgehalt haben die Macadamia-Nüsse mit 73%. Sie liegen somit bei etwa 670 Kalorien pro 100 Gramm.
Kohlenhydrate liefern Energie. Zusammen mit Fetten und Proteinen machen sie den größten verwertbaren Anteil unserer Nahrung aus. Bei den Nüssen enthalten insbesondere Cashew-Kerne eine große Menge dieser Energiestoffe.
Proteine sind Grundbausteine aller Zellen und übernehmen vielfältige Funktionen. Sie sind beispielsweise an der Kontraktion der Muskeln beteiligt und regulieren Stoffwechselvorgänge. Im Nussvergleich enthalten Erdnüsse und Pistazien den höchsten Proteinanteil.
Vitamine sind essenzielle Nährstoffe, da der menschliche Körper sie bis auf wenige Ausnahmen nicht selbst bilden kann. Die kleinen Helfer übernehmen vielfältige Vitalfunktionen: Zum Beispiel ist Vitamin A, das in Pflanzen als Vorstufe Provitamin A vorkommt, wichtig für Wachstum, Funktion und Aufbau von Haut und Schleimhäuten, Blutkörperchen sowie den Sehvorgang. Nüsse enthalten viele wichtige Vitamine. Top-Lieferanten sind Pistazien (Provitamin A), Haselnüsse (Vitamin E) sowie Mandeln, Para- und Walnüsse (B-Vitamine).
Mineralstoffe machen sich im Körper in vielen Bereichen nützlich: Natrium und Kalium regulieren etwa den Wasserhaushalt, Kalzium und Phosphor sind wichtig für den Aufbau und die Erhaltung von Knochen und Zähnen. Mandeln liefern besonders viel Natrium und Kalzium, bei Kalium liegen die Pistazien und bei Phosphor die Paranüsse vorne.
Ballaststoffe helfen, die Verdauung zu verbessern und zu regulieren. Unter den Nüssen enthalten Macadamia und Mandeln einen vergleichsweise hohen Anteil. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Phytosterole (Beta-Sitosterol), Carotinoide, Flavonoide und Proanthocyanidine können zudem einen Schutz gegen Herzkrankheiten, Krebs und andere chronische Krankheiten bieten.